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Archiv für September, 2012

Sieben Vorschläge wie man eine gute Idee möglichst effizient killt

8. September 2012 1 Kommentar

Ich bin überzeugt viele werden in den folgenden sieben Vorschlägen Erlebtes wiedererkennen:

 

„Niemand wird das mögen / Kein Schwein wird dafür bezahlen“

Warum eigentlich? Die Leute mögen die schrägsten Dinge. Wenn man nur die Wünsche der Kunden befolgt hätte, würde es keine SMS geben und man hätte viel für die Zucht von schnelleren Pferden getan aber keine Autos gebaut.

 

Management by Volksabstimmung

Je mehr Leute mitreden, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die Idee besser oder gar gut wird. Niemals werden alle, die mitbestimmen wollen oder müssen, einen wirklich positiven Beitrag leisten können. Manchmal möchten Leute einfach mal was beitragen auch wenn es nicht wirklich hilft. Oft glauben gerade Vorgesetzte unbedingt etwas Schlaues sagen zu müssen, auch wenn es die Idee nicht weiterbringt.

 

„Wir haben das schon mal probiert und es hat nicht geklappt“

Es ist gut aus der Vergangenheit zu lernen, aber man sollte sich nicht zum Gefangenen der Geschichte machen. Eventuell hat sich der Markt geändert oder vielleicht sind es ein paar wesentliche Details, die jetzt anders sind als früher.

 

„Diese Idee ist noch lange nicht perfekt”

Der Feind des Guten ist die Perfektion. Keine noch so gute Idee wird jemals so gut sein, dass man sie nicht verbessern kann. Wer nicht das Risiko eingeht mit einer Idee zu starten, die noch Platz nach oben hat, wird nie starten.

 

„Niemand war mit so einer Idee jemals erfolgreich“

Alle Vorgänger von Facebook waren nicht wirklich erfolgreich, Facebook ist trotzdem ein Erfolg.

 

„Das gibt es doch schon / machen wir doch schon längst“

Wenn man ein bestimmtes Level an Oberflächlichkeit erreicht hat, dann sehen alle Ideen gleich aus. Nur sind sie es eben nicht.

 

Diese Idee kannibalisiert das Geschäft / zerstört die Firma / schadet der Marke / lenkt zu sehr ab

„Ecommerce zerstört unseren Kataloghandel!“ Mit diesem Argument haben sich Unternehmen wie Neckermann und Quelle darum gedrückt innovative Online-Händler oder Marktplätze zu werden. Das hat sie letztendlich teilweise bis in die Insolvenz getrieben.

 

 

 

Hysterische SEOs

7. September 2012 7 Kommentare

Fundstück in meinem Postkasten:

Sehr geehrter Herr Sinner,

es tut mir Leid über diese Email Kontakt mit Ihnen zu suchen. Mein Name ist XXX, ich arbeite im Online-Marketing für YYY. Auf Ihrem Blog befindet sich unter der URL:

martinsinner.com/abcd

ein Artikel von uns, betreffend unserer alten Slogan-Suchaktion.

Stellvertretend für YYY möchte ich Sie bitten, den sich dort befindlichen Link oder den Artikel, ganz wie es Ihnen passt, zu entfernen. Ich möchte mich noch einmal für die entstandenen Umstände und Ungehörigkeiten entschuldigen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mühen.

 

Hochachtungsvoll

XXX

 

Was zeigt diese Email? Die meisten SEOs sind anscheinend Ochsen, die der Herde nach jedem Trend hinterher rennen und nicht mehr in der Lage sind frei zu denken. Und die Typen vom Google Algorithmus Team sind mittlerweile auch durchwandert von vollkommen durchschnittlichen Typen, die sich der Konsequenzen ihres Handelns nicht mehr bewusst sind.

Es häufen sich die Veröffentlichungen in denen die Autoren berichten gebeten worden zu sein natürliche Links abzubauen. Gleichzeitig höre ich von SEOs, die Links abbauen über die richtig viel Traffic geht. Das ist gerade ziemlich verrückt, was da passiert.

Und jetzt noch die Nachricht an alle SEOs, die diesen Quatsch glauben: Link abbauen kostet 1000 EUR pro Link Aufwandsentschädigung.

 

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