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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Statements von VCs

8. April 2011 15 Kommentare

Nicht ganz ernst gemeinte Aufstellung von VC-Statements nach Jahren geordnet:

1999 – B2C E-Commerce ist Klasse

2000 – B2C E-Commerce ist Mist

2001 – Wir machen nur noch B2B E-Commerce

2002 – Wir machen gar keine Internet-Sachen mehr

2003 – Wir machen nur profitable Internet-Sachen

2004 – Wir wissen grad nicht so genau was wir machen wollen

2005 – Wir machen bevorzugt Social Networks

2006 – Wir machen nur noch Social Networks

2007 – Wir machen Social Commerce

2008 – Wir machen Shopping Clubs

2009 – Wir machen Alles außer Social Networks

2010 – Wir machen Alles außer Shopping Clubs

2011 ???

 

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Warum deutsche Internet-Startups Copycats sein sollten

28. Januar 2011 14 Kommentare

Wer hätte das gedacht, von mir kommt ein Plädoyer für weniger Kreativität. Aber im Ernst, wenn man die Situation im Deutschen Internetmarkt anschaut, dann ist der Schluss gar nicht so abwegig besser was zu kopieren als es komplett neu zu machen. Hier ein paar Argumente für das Kopieren:

1. Viele US-Startups verfügen über Zugang zu Know How, den Europäische Startups gar nicht haben können. Aktuelles Beispiel ist Quora. Hier kennen Ex-FaceBook Mitarbeiter die FB-Infrastruktur so gut, dass sich viele Aspekte von selbst erschließen.

2. Copycats können auch ohne exzellente Software-Ingenieure unter der Leitung von Betriebswirtlern gestemmt werden. Die spezifische Situation in Deutschland hat leider dafür gesorgt, dass zu wenig kreative Software-Ingenieure ausgebildet werden, es wandern auch so gut wie keine nach Deutschland ein. Es gibt also einen großen Wettbewerb um die wenigen echten Talente, sie werden gut bezahlt, gründen ist hier oft keine Alternative. Und Entwickler, die etwas nachbauen können was es schon gibt, sind einfacher zu finden.

3. Das Risiko-Profil im Deutschen VC-Markt verhindert, dass Investments in Grundlagen-Internettechnologien (also in nicht CopyCat-Startups) geleistet werden können. Der US-Internetmarkt zeichnet sich dadurch aus, dass er 4-15 mal größer ist (je nach Segment). Das bedeutet ein deutlich geringeres Risiko auch wenn doppelt so viele Investments im jeweiligen Bereich gemacht werden.

4. Deutsche tun sich ganz offensichtlich leichter den nicht englischsprachigen Markt zu erschließen als US-Companies. Was die Internationalisierung angeht, haben also die US-Startups wegen ihrer offensichtlich schlechteren „Execution-Skills“ gar keinen Vorteil trotzdem sie früher gestartet sind, Grupon ist hierfür das beste Beispiel.

5. Copycats haben zusätzliche Exit-Option. Neben den üblichen Verdächtigen in Deutschland, ist der Kreis um die Vorbilder in US erweitert. Das ist für viele Investoren attraktiv.

DLD 2011 in München

23. Januar 2011 5 Kommentare

Heute hat in München der DLD 2011 begonnen. DLD bedeutet „Digital – Life – Design“, es geht also um die Zukunft, und das zum fünften mal. Der DLD ist eine Veranstaltung, die fast so viel Eintrittsgeld kostet wie das SEOktoberfest, auch in München stattfindet und sehr prominente Redner aufbietet, zum Beispiel Eric Schmidt – ehemals Googel, jetzt Freelancer, Beth Comstock von NBC oder Jason McCabe Calacanis den CEO von Mahalo.com und König des SerpInSerp. Ein hier nicht genannter Zyniker sagt dazu „Leute aus der Vergangenheit referieren über die Zukunft“.

Warum sollte man beim DLD dabei sein? Zum einen um zu zeigen, dass man eingeladen wurde, denn eingeladen wurden nur die oberwichtigen Leute. Zum anderen um zu zeigen, dass man es sich leisten kann, die Karten sind ja nicht gerade billig. Und dann kann man auch noch Burdas Tatort-Bambi Frau Furtwängler einen Kreativ-Bambi verteilen sehen. Und sonst?

Ich hab im Vorfeld einige Leute gefragt warum sie hingehen, die Antworten waren bezeichnend: „Ich suche einen neuen Job“, „Um all die Leute zu treffen, die im Foyer stehen, müsste ich das Dreifache an Reisekosten ausgeben“, „Das Essen ist klasse und die Firma zahlt die Tickets“, „Die Party ist gut“. OK Leute, viel Spaß beim Rumstehen im Foyer und auf der Party!

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Der erfahrene Rechtsanwalt in Berlin Michail Kantor oder Manchmal ist Spam faszinierend

10. November 2010 4 Kommentare

Habe gerade folgenden Kommentar-Spam (Natürlich russische IP 95.139.140.156 und auch die Email ist natürlich einen Random Gmail-Adresse) in einem zum Kommentar nicht gerade passenden Beitrag gefunden, den ich hier bis auf die Links mal ungeändert abbilde:

Der erfahrene Rechtsanwalt in Berlin (Fachanwalt fur Strafrecht & Verkehrsrecht), Michail Kantor, bietet professionelle juristische Dienstleistungen bundesweit fur Privatpersonen und Unternehmen an.

strafrecht anwaltskammer berlin rechtsanwalt berlin vertragsrecht

Tatigkeitsschwerpunkte der Kanzlei Kantor sind:

– Auslanderrecht: Aufenthaltserlaubnis, Einburgerung und Staatsangehorigkeit, Familienzusammenfuhrung, Arbeitserlaubnis, Eheschlie?ung, Ehegattennachzug, Geschaftsvisum, Hilfe bei der Ablehnung der Visaantrage uvm.

– Strafrecht: Bundesweite Verteidigung in Strafsachen jeder Art.

– Verkehrsrecht: Bu?geldsachen, Fuhrerscheinentziehung, Unfallregulierung, Schadensersatz, Verkehrsstrafrecht

Sie erreichen uns unter: +49(0)30/8827978, Fax: +49 (0)30/8827111, Mobil (im Notfall) und am Wochenende 0160/223 84 75

Web: http://ra-kantor.de/

Adresse der Kanzlei: Wittelsbacherstr. 21, 10707 Berlin (500m vom Adenauer Platz)

Verkehrsanbindung: Bus 101, U-Bahnlinie 7 – Konstanzer Strasse

Ich bin absolut beeindruckt. Wie kann ein laut des Kommentars „erfahrener“ Anwalt sich in die Hände eines derart unprofessionellen Dienstleisters begeben, der in Blog-Beiträge ohne Themenbezug Textbausteine postet?

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Kommentar zu „SEO-News, die nerven“

8. November 2010 1 Kommentar

Meinen Artikel von Samstag Nacht, SEO-News, die nerven, möchte ich dahingehend ergänzen, dass es sich um die Kritik an den News über die dargestellten Themen handelt und nicht an den Dingen über die berichtet wird. Ich möchte niemanden dafür kritisieren, dass er Linkbaits, Karrikaturen etc macht, aber der Nachrichtenwert dieser Themen ist doch eher begrenzt und verstopft wohl nicht nur meinen Feedreader.

Was mir an der SEO-Szene gut gefällt ist der oft sehr analytische Ansatz des Outputs seiner Protagonisten und ich würde mich sehr freuen, wenn dieser nicht in einer Flut von Trivia untergeht. Hätte ich auch kürzer schreiben können.

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Ach Du lieber Gott!

7. November 2010 4 Kommentare

Es ist Sonntag früh, kurz nach Mitternacht und innerhalb von 20 Minuten besuchen über 100 Leute mein Blog. Was hab ich nur für ein „Netzwerk“, das jetzt nicht entweder selig schläft, Parties feiert oder mit Freunden bei einer Flasche Wein über den Sinn des Lebens reflektiert. Herzliches Beileid!

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SEO-News, die nerven

6. November 2010 26 Kommentare

Seo-News, die eigentlich kein Schwein lesen will, gibt es zuhauf. Komischerweise regt sich keiner drüber auf. Ich habe grad knapp 2 Promille und rege mich grad mal wieder richtig drüber auf. Deswegen mal eine kleine Übersicht über SEO-News, die ich am liebsten nie wieder lesen möchte:

1. xyz.com ist Verlierer der Woche/des Monats in den SERPS. Dafür ist xyz.de der Geweinner der Woche / des Monats. Wen scherts?

2. xyz-SEO bei der abc-Conference! Wow, wie interessant. In China fällt ein Sack Reis um, da wollte ich doch schon immer mit dabei sein.

3. „Neues Feature bei Google: das G ist 0,0001% kleiner“, „Die Farbe des G hat von #12345xyz nach #12345abc gewechselt oder „Google hat die xyz-Links ind ABC-Links umbenannt“. Ja Wahnsinn. Wer hätte das gedacht? Na und, was jetzt? Gar nix!

4. Tool News der weniger interessanten Art a la „XYZ-Suite ab sofort verfügbar“. „Neue Features: Login oben rechts, statt unten links“ oder „Farbe hat sich von #123….. geändert in ….“. Das wollte ich schon immer wissen!

5. SEO-Klatsch und Tratsch: „HansSEOWurst hat den Linkbait des Jahres gemacht“, „SEO12345 hat richtig geile Karikaturen von den top 9999 SEOs in Deutschland gemacht“. Waaaahnsinn!

6. Blog-Beiträge über SEO-Treffen wie zB: „SEO-Harry123“ hat eine Weinprobe in Rüdesheim am Rhein organisiert und als Ehrengast ist SEO-Stinkfix2036 gekommen. Kinners, Ihr solltet Euch schämen über so einen Mist zu berichten, wenn sich nicht mindestens drei Gäste nackig ausgezogen haben, in den Rhein gekotzt haben und Ihr das per Foto beweisen könnt.

Ich will ja nicht NUR meckern: es seien lobend erwähnt ein paar Blogs, die höchst selten bis gar nicht mit derartigen Nervereien stören, oder wenn überhaupt, dies auf eine Weise tun, die Spaß macht. Dies sind unter anderem: sistrix, Mediadonis und TRG. Mehr…

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Rezept um Milliardär zu werden

29. September 2010 1 Kommentar

1. Infrastruktur bereit stellen (zB. Suchmaschine, Social Network, Affiliate-Netzwerk, Marktplatz)

2. Schnittstellen zur Verfügung stellen damit Leute die Infrastruktur nutzen können

3. Statistiken erstellen welche Geschäftsmodelle auf der Infrastruktur besonders gut performen

4. Top-Geschäftsmodelle selber machen

Wer dieses Rezept benutzt, ist gehalten freundlicherweise 5% Lizenzgebühr an mich abzudrücken.

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Update zu Thema StudiVZ und XING

30. Juli 2010 2 Kommentare

Vor ein paar Tagen hab ich mir „Gedanken zum Thema StudiVZ“ gemacht und ein paar Tage davor auch zu XING. Was für ein Timing: Eine Studie von Fitkau & Maaß zu Social Networks bestätigt diese Einschätzungen eindrucksvoll.

Es sind bereits weit mehr Nutzer bei Facebook registriert als bei jedem anderen Netzwerk, wobei aus der W3B-Studie nicht klar wird ob die Nutzer der gesamten VZ-Gruppe noch in der Anzahl vor FB liegen. Mehr…

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Der Unterschied zwischen Manager und Unternehmer

22. Juli 2010 4 Kommentare

Immer wieder werden in den Medien leitende Konzern-Angestellte als Unternehmer bezeichnet. Mich nervt das ein wenig, denn besonders zutreffend ist das nicht. Nicht selten ruinieren Manager ihre Unternehmen und profitieren auch noch davon, das Karstadt-Management wäre so ein Beispiel. Aber was ist der Unterschied?

In einer älteren Brand1-Ausgabe befindet sich ein sehr gutes Interview mit Jürgen Großmann (Wikipedia: 1993 übernahm Großmann … die marode Georgsmarienhütte GmbH für einen symbolischen Preis von zwei DM …. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete 2006 über zwei Milliarden € Umsatz mit etwa 9000 Mitarbeitern. Ende 2006 gab Jürgen Großmann die Geschäftsführung … ab und ist seitdem Alleingesellschafter und Eigentümer). Mehr…

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